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Stolpersteine in Bornheim

 Kölner Künstler Gunter Demnig
 
 
 Stolpersteine: Bornheim, Burgbenden 4

Seit einigen Jahren werden in vielen deutschen Städten und Gemeinden vor den Häusern von Opfern des Holocaust kleine Denkmäler, so genannte “Stolpersteine” angebracht, um die Erinnerung an diese Menschen wach zu halten. Bei diesen “Stolpersteinen” handelt es sich um kleine Metallwürfel, die der Kölner Künstler Gunter Demnig gestaltet und auch selbst einsetzt. Auf deren Oberfläche ist der Name, das Geburtsdatum, der Zeitpunkt der Deportation und – falls feststellbar – das Todesdatum verzeichnet.

 

Vor etwas anderthalb Jahren fand sich eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern unserer Schule, die sich dafür einsetzen wollte, solche “Stolpersteine” auch für die 61 ermordeten Juden aus dem Gebiet der heutigen Stadt Bornheim einzusetzen. Erfreulicherweise überschnitt sich diese Initiative mit ähnlichen Bestrebungen aus den Ratsfraktionen, so dass dem Projekt grundsätzlich keine Hindernisse im Wege standen. Allerdings fehlte es an finanziellen Mitteln zur Umsetzung dieses Vorhabens. Ein solcher “Stolperstein” kostet immerhin 95€.

 

Dies war der Anlass für die beteiligten Schüler auf dem Schulfest 2005 über das Projekt zu informieren und Geld zu sammeln. Dabei kam die staatliche Summe von etwa 220 € zusammen. Da sich in der Stadt Bornheim noch weitere Geldgeber fanden, können nun - am 23. Oktober - die ersten zwölf Stolpersteine gesetzt werden.

 

Die zwei Steine, die mit den Spenden aus unserer Schulgemeinde eingesetzt werden, erinnern an

Frau und Tochter des Schusters Jakob Goldstein,

wohnhaft in Bornheim, Burgbenden 4, deportiert 1942 nach Theresienstadt.

Danach keine Lebenszeichen mehr.