Big Band - Eurokids - Elternchor
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Musik
1. Musik als Unterrichtsfach
Unabhängig davon, ob wir über Unterricht, Arbeitsgruppen (AG) oder andere Bestandteile unseres Musik-Konzeptes sprechen, sehen wir den wichtigsten Auftrag des Faches Musik an unserer Schule darin, den Schülern den Bereich der persönlichen Erfahrung von Musik und der aktiven Auseinandersetzung mit ihr, handlungs- und erfahrungsorientiert zu erschließen.
Dabei steht an erster Stelle immer das praktische Musizieren. Allerdings erfordert ein zeitgemäßer Umgang mit den unterschiedlichen Erscheinungsformen von Musik ebenso die theoretische Auseinandersetzung, also das Lernen des “Wie”.
Musik in der Schule besteht dabei nicht allein aus Entspannung durch Hören, Singen und Spielen “schöner, interessanter” Musik. Das und noch viel mehr muß ja – von den meisten – erst einmal (wieder) gelernt werden.
2. Unterrichtliche Schwerpunkte
a) Sekundarstufe I
In den ersten Jahren auf der neuen Schule geht es erst einmal um die Vermittlung von elementaren Kenntnissen zum Musikverstehen: die Schulung der Sinne, eine Sensibilisierung für Musikalisches, ein differenziertes Hören und die Konzentrationsfähigkeit sind gleichzeitig die Hauptziele des Unterrichts.
Natürlich gibt es auch bei uns damit verbunden den “klassischen Musikunterricht” mit einer ersten Einweisung in die PARAMETER, die Bausteine, der Musik; also auch in die Notation von Musik.
Auch das Kennenlernen unterschiedlichster Musik durch Hören, Singen, Spielen auf Instrumenten und darüber zielorientiert reden lernen ist in dieser Zeit, in der Schüler noch offen sind für Neues, wichtig. Schließlich wird soziales Lernen, u.a. als Voraussetzung für und als Ergebnis des gemeinsamen Musizierens, verwirklicht.
Im Laufe dieser Zeit können die Schüler sich vertraut machen mit für sie neuen Instrumenten, was häufig eine praktische Hilfe in Bezug auf die weitere musikalische Entwicklung sein mag.
b) Sekundarstufe II (Oberstufe)
Bisher wurden an unserer Oberstufe jeweils Grundkurse in Musik angeboten. Mit dieser Wahl können die Schüler sich im 3. Abiturfach schriftlich und im 4. Abiturfach mündlich prüfen lassen.
Im Vergleich zum Unterricht in der Sekundarstufe I ist natürlich auch der Musikunterricht anspruchsvoller, fordender und stärker an wissenschaftlichen Kategorien orientiert, aber auch individueller, da sich hier “Gleichgesinnte”, d.h. von sich aus an Musik interessierte, begegnen.
Innerhalb der Vorgaben durch Richtlinien (Zentralabitur) haben die Lehrer – zusammen mit Schülern - genügend Möglichkeiten, Inhaltsschwerpunkte aber auch die Art und Weise der Auseinandersetzung mit ihnen, auszuwählen und zu gestalten.
Die unterrichtenden Lehrer haben ein großes Interesse daran, Musik möglichst lebendig, also “live” zu vermitteln und mit Schülern praktisch zu musizieren und ihnen aber auch “Live-Erlebnisse” in Konzertsälen zu ermöglichen. Dies geschieht z.B. durch verlagerten Unterricht per workshops außerhalb des Schulgebäudes, dann in der Kölner Philharmonie (“Ohren Auf”- Projekte) und im Museum Ludwig/ Wallraf-Richartz Museum (mit dem dortigen Kunstpädagogen).
“Live” bedeutet also auch mehr. Und für den Musik wählenden Schüler bedeutet es zudem, sich sowohl auf Museumsbesuche z.B. in der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf, Museum Ludwig in Köln, Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, Kölner Oper, Bonner Oper, Kölner Philharmonie usw. einzustellen. Durch diese Art der Organisation ergeben sich auch außerunterrichtliche Aktivitäten. Sie sind also auch Bestandteil des Unterrichts und wir Lehrer sind froh, dass die pädagogischen Abteilungen dieser Institutionen mit uns zusammenarbeiten und es uns ermöglichen, den Unterricht an die entsprechenden Orte und manches Mal auch abends, zu verlagern. Dies wird verstärkt angeboten und von uns goutiert, weil innerhalb der elterlichen Erziehung merkbar immer weniger passiert.
Die “Theorie” ist aber dennoch bei uns wichtiger Bestandteil des Unterrichts. Zum einen soll den Schülern ja die Möglichkeit eröffnet werden, das Fach Musik später einmal zu studieren (Musikpädagogik, - wissenschaft, - ausübung, Musiktherapie, Soz.-pädagogik usw.), zum anderen ist ein ordentliches Maß an Kenntnissen über qualifizierte Beurteilungskriterien nötig, um z. B. eigenständig mit dem überbordenden, aber inhaltlich minimalistischen Musikangebot unserer Tage r i c h t i g umgehen zu können.
Musik in der Oberstufe versteht sich also als “ganzheitlich” unterrichtetes künstlerisches Fach, in dem Synästhesie nicht allein theoretisch diskutiert wird, sondern im Jg. 12 innerhalb der “Stilparallelen in Bildender Kunst und Musik” ein wichtiger Themenbereich ist mit praktischen Anteilen. Ein weiterer Themenbereich könnte sein: “Salonmusik und Virtuosentum; Aspekte bürgerlicher Musikkultur, vom Kampf im Salon bis zum Walzerkrieg”. Im Jg 13 könnte “Opernrevolutionen von 1600 bis heute” ein Thema für Theorie und Praxis sein, um nur kurz anzudeuten, was inhaltlich möglich ist und oft durchgezogen wird. “ Au weia – Oper, sollen wir da etwa Arien schmettern?” Dann soll nur daran erinnert werden, dass man Oper heute Musical nennt und das Schüler in szenischem Spiel schauspielernd oder singend immer wieder zeigen, zu welch interessanten Reproduktionsleistungen sie doch fähig sind, wenn sie sich dies erst einmal zutrauen..
Zusammenfassend vergessen wir aber nicht, dass Musikunterricht den Schülern über die in Klausuren oder Tests abprüfbare Qualifikation hinaus, Lebenskompetenz und – qualität vermitteln und im schulischen Rahmen außergewöhnliche gemeinschaftliche Erfahrungen ermöglichen will.
3. Unsere besonderen Unterrichtsformen
a) Arbeitsgemeinschaft Big Band
Zum musikalischen Schulleben gehört auch die Big Band unter der Leitung von Herrn Bruns. Hier sind Schüler aller Jahrgänge willkommen, die ein eigenes Instrument besitzen und auch schon einige Vorkenntnisse und Fertigkeiten haben.
Pädagogisch bedeutsam ist hier, dass die Schüler ihre Kenntnisse und Fertigkeiten aus Unterricht, MAM und Freizeit bündeln können und ohne daß sie es merken diese Synergien effektiv nutzen.
Bei allem Üben ist auch wichtig, daß die Schule den Schülern nahezu regelmäßig Gelegenheiten bietet, die eingeübten Fertigkeiten auf Schulfeiern, Abschlussfeiern, Musikabenden usw. zu Gehör zu bringen. Dies passiert häufig und ist als Ergebnis auf unserer “LIVE” CD festgehalten.
Quasi als Belohnung für dieses Engagement oft über den Unterricht hinaus, fährt die Big Band einmal im Schuljahr für 3 – 4 Tage auf die inzwischen sehr beliebten Musikworkshops nach Berg oder Burg Blankenheim, um intensiv zu üben und sich ausschließlich mit “Musik machen” zu beschäftigen. Diese workshops während der Unterrichtszeit werden übrigens seit Jahren schon dankenswerterweise vom Förderverein unterstützt. Sie sind außerdem eine zusätzliche Motivation für die musizierenden Schüler. Durch sie wird das musikalische Niveau deutlich gehoben und das für eine BIG Band unbedingt notwendige Gemeinschaftsgefühl ebenso deutlich gestärkt. Erst dann kann das musikalische Ziel, professionelle Arrangements in Jazz- oder Popstilistik zu spielen, realistisch angepeilt werden.
All diese musikalischen und menschlichen Erfahrungen sollen unsere Schüler dann in ihre eigenen musikalischen Freizeitaktivitäten, in Musikevents, Performences, in Blas- und Unterhaltungsorchestern, in Rock- oder Jazzbands usw. einbringen und weitertragen.
b) Musikalisches Angebot am Mittag ( M A M )
Im Mittagsband (6. oder 7. Stunde) können Schüler aller Jahrgänge nach Anmeldung im Musikbereich Instrumente ausprobieren bzw. auf ihnen üben. Anregungen hierzu bekommen sie aus dem Musikunterricht. Diese interessierten Schüler haben die Chance, auf vielen Instrumenten (s.u.) von den Musiklehrern eine qualifizierte Einweisung zu bekommen.
Wenn sich der Schüler nach einer gewissen Schnupperzeit auf ein Instrument festlegt und der zeitliche Aufwand größer wird, kann idealerweise die Bornheimer Musikschule oder ein privater Musiklehrer den Instrumentalunterricht übernehmen. Damit minimieren wir die sonst oft vorkommenden Früh- oder Fehlkäufe der Eltern.
Soziales Lernen, Lernen von und mit anderen und auch älteren Schülern ist dabei üblich und erwünscht. Dies alles ohne unterrichtliche Zwänge in lockerer Atmosphäre bei netten und kompetenten Musiklehrern, deren Hobby natürlicherweise auch das praktische musizieren und dirigieren ist und die diese zum Teil sehr sensiblen praktischen Erfahrungen alle selbst erfahren haben und damit pädagogisch am besten umgehen können.
Vorhandene Instrumente zum Schnuppern und Ausprobieren:
Drumset, E- Bass, E- Gitarre, Altsaxophon, Querflöte, Keyboard, Klavier, Gitarre, Blockflöten, Trompete, Klarinette, Posaune
Viele Schüler finden sich auf unseren Musik CD`s wieder:
Musik Events I
Musik Events II
Big Band Meeting ” LIVE”
Alle CD`s sind im Sekretariat oder im
SchulShop käuflich zu erwerben.
Karlheinz Bruns




