Deutscher Schulpreis: Auch die Kanzlerin kommt

18. 05. 2017

 Freuen sich auf die Fahrt nach Berlin: Schüler, Lehrer und Leiter Christoph Becker (rechts). FOTO: AXEL VOGEL

Die Bornheimer Europaschule ist für den Deutschen Schulpreis nominiert und reist zur Preisverleihung nach Berlin

Schon jetzt ist sicher, dass die Bornheimer Europaschule eine der besten Schulen Deutschlands ist. Die von Christoph Becker geleitete Gesamtschule gehört zu den 14 Schulen, die eine Experten-Jury für die Endrunde des Deutschen Schulpreises, des höchstdotierten Wettbewerbs für Schulen in Deutschland, nominiert hat. Gewürdigt werden damit Schulen, denen es gelingt, für das Lernen zu begeistern und Kreativität freizusetzen und die somit pädagogisch richtungsweisend sind.

Ob die Bornheimer es aufs Siegertreppchen schaffen und den Hauptpreis - 100 000 Euro - einstreichen, wird sich aber erst beim Finale am Montag, 29. Mai, zeigen, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkei die Preisverleihung vornehmen wird. Die Vertreter der nominierten Schulen werden bereits am Sonntag anreisen und sich in der Repräsentanz der RobertBosch-Stiftung, die gemeinsam mit der Heidehof-Stiftung den Wettbewerb seit 2006 ausschreibt, zu einem „Abend der Nominierten" treffen.

Kein Wunder, dass die Vorfreude groß ist. Flug und Unterkunft für Schüler, Lehrer und Eltern sind gebucht. Und auch die Kleiderfragewurde geklärt. Die EuropaschulDelegation wird in weißen T-Shirts erscheinen und dazu einen azurblauen Schal - in der Farbe Europas - mit zwölf goldenen Sternen als Symbol der Einheit Europas und dem Namen der Schule tragen. Die Gestaltung soll der Kunst-Leistungskurs übernehmen.

„Wir haben uns mit der europäischen Idee beim Wettbewerb beworben. Wir sollten auch den Mut haben, das deutlich zu zeigen", unterstrich Schulleiter Becker die Kleiderwahl. „Schon die Nominierung ist eine Auszeichnung für unsere Schule, aber auch für die Schullandschaft, in der wir uns entwickeln konnten", sagte der 54-Jährige. Im Januar war ein Juryteam in Bornheim zu Gast und sprach mit Lehrern, Schülern und Eltern. Dabei wurden Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution begutachtet. „Als die Jury mit uns redete, wurde schon der hohe Partizipationsanteil der Schüler gelobt", erinnerte sich die
stellvertretende Schulsprecherin Johanne Hecht, die mit Armin Wojke (Vize-Schulsprecher) und Schulsprecherin Pia Machts zu den 15 Berlin-Fahrern gehören wird. Jüngste Repräsentantin ist die 14jährige Felicitas Gospos, die seit Langem im Kernteam der Schülervertretung mitarbeitet.

81 Schulen hatten sich in diesem Jahr beworben. Eine Jury aus Praktikern und Bildungswissenschaftlern bewertete die 14-seitigen Bewerbungsunterlagen und wählte zunächst 20 Schulen aus,von denen sich unterschiedliche Jurys vor Ort ein Bild machten. Ende März wurden 14 Schulen aus ganz Deutschland sowie die Deutschen Schulen in Rio deJaneiro und in Boston (USA) für die Endausscheidung vorgeschlagen.
Egal wie das Finale ausgehen wird, für Schulleiter Becker steht jetzt schon fest, dass „wir weiter an der Qualität der Schule und da besonders am inklusiven Unterricht arbeiten werden". Gefeiert wird in jedem Fall vor den Ferien mit einem Sommerfest.

Der Deutsche Schulpreis

Unter dem Motto „Dem Lernen Flügel verleihen!" steht der Deutsche Schulpreis, den die Robert-Bosch-Stiftung und die Heidehof-Stiftung 2006 ins Leben gerufen haben. Medienpartner sind der „Stern" und die ARD. Mit dem Preis sollen pädagogische Leistungen gewürdigt und für Schulentwicklung in Deutschland insgesamt nutzbar gemacht werden. Über die Wissensvermittlung sollen die individuellen, schöpferischen und kreativen Fähigkeiten der Schüler ausgebildet werden. Beurteilt wird unter anderem auch ein gutes Schulklima. Der Hauptpreis ist mit 100 000 Euro dotiert.

Generalanzeiger vom 17. Mai 2017 von SUSANNE TRÄUPMANN