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Bilingualer Unterricht

 David Vogel, Benjamin Wolf: "Languages are bridges"

Bilingual
- was ist das überhaupt ?


In der Regel ist ein Mensch bilingual, wenn er mit zwei Muttersprachen aufgewachsen ist und beide Sprachen gleichermaßen beherrscht. Der Glückliche - wir alle wissen, dass Fremdsprachen in der heutigen Welt in vielen Berufen gefordert werden.

Da die meisten von uns leider nicht so aufwachsen, dass sie kinderleicht zwei Sprachen lernen, bietet die Europaschule interessierten und begabten Kindern an, eine zweite Sprache, nämlich Englisch, so zu erlernen, dass man sie am Ende der Schullaufbahn annähernd so gut wie die Muttersprache beherrscht.

Das geschieht natürlich leider nicht völlig kinderleicht und mühelos. Die Schülerinnen und Schüler erhalten zunächst einmal in jedem Schuljahr 2 Stunden mehr Englischunterricht als alle anderen Schülerinnen und Schüler und sie lernen im sogenannten Sachfachunterricht (ab Klasse 7), auch über Themen aus den Bereichen Geographie, Geschichte oder Politik in englischer Sprache zu diskutieren und sich neues Wissen zu erschließen.

 

Das Unterrichtskonzept


LandkarteDas Unterrichtskonzept bilingualer, d.h. zweisprachiger Unterricht ist auch aus der Einsicht entstanden, dass Gegenstand des Fremdsprachenunterrichts nicht nur die Sprache selbst sein soll, sondern darüber hinaus auch andere Themen, die wirkliche Kommunikationsanlässe sind. Nun werden viele einwenden, dass sie selbst doch auch im normalen Fremdsprachenunterricht etwa über Leben in Australien gesprochen haben. Natürlich werden im regulären Fremdsprachenunterricht diese Themen zwar behandelt, doch immer mit Blick auf den Erwerb bestimmter sprachlicher Strukturen und Vokabeln. Im bilingualen Unterricht dagegen steht die Sache im Vordergrund. Man geht davon aus, dass das Interesse am Gegenstand, die Neugier, die zu Fragen führt, die größten Fortschritte im Spracherwerb bringt - und die Erfahrung zeigt, dass dieser Ansatz auch funktioniert.

Darüber hinaus will der bilinguale Unterricht auch die möglichst authentische Begegnung mit der fremden Kultur und deren Geschichte (ein Thema, für das im regulären Unterricht keine Zeit bleibt). Diese Begegnung mit der fremden Kultur, die dann nicht mehr nur fremd ist, sondern aus der Geschichte heraus nachvollziehbar wird, führt zu mehr Toleranz, Offenheit und der Fähigkeit, die eigene Situation kritischer betrachten zu können.


Für welches Kind eignet sich der "bilinguale Unterricht" ?


Sicherlich werden Sie sich inzwischen gefragt haben, ob der bilinguale Unterrichtszweig nicht auch für Ihr Kind eine interessante Chance wäre. Natürlich lassen sich hier keine Diagnosen abgeben, aber es gibt Anhaltspunkte.

Wenn Ihr Kind ...

  • ... bereits in der Grundschule gute Leistungen in der Muttersprache gezeigt hat - hier ist nicht Rechtschreibung gemeint, sondern die Bereiche Lesen und schriftliches und mündliches Erzählen - und am Fach Deutsch viel Freude hat,

  • ... auch in Mathematik zufriedenstellende Leistungen bringt und hier wahrscheinlich keine besondere Förderung brauchen wird,

  • ... bereits in der Grundschule besonderes Interesse an der englischen Sprache gezeigt hat,


dann sollten Sie bei der Anmeldung Ihr Kind als Interessenten für den bilingualen Zweig vormerken lassen.
Aber damit haben Sie nicht für Ihr Kind entschieden, dass es während seiner ganzen Schullaufbahn zum Englischen „verdammt“ ist, falls sich herausstellt, dass Ihr Kind später doch andere Interessen entwickelt. An der Gesamtschule nehmen wir uns die Zeit, gemeinsam mit Ihnen und dem Kind zu entscheiden, ob dies der richtige Weg ist.
Ein späterer „Ausstieg“ aus dem bilingualen Zweig ist jeder Zeit möglich.

Zu Beginn eines jeden Schuljahres finden zu diesem Thema Informationsabende statt; zuständig für die Gestaltung dieses Zweiges ist Frau Kreutzer, an die Sie besondere Einzelfragen richten können (siehe: Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterKontakt).

Auf die Frage nach Ihrer Motivation für den bilingualen Zweig - der schließlich auch ein „mehr“ an Unterricht bedeutet - antworteten die Schülerinnen und Schüler, als sie in der sechsten Klasse waren: