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Das FranceMobil besucht die Europaschule in Bornheim

05. 05. 2016

 Benedicte Leude (stehend), die mit dem FranceMobil die Europaschule Bornheim besuchte, brachte den Schülern Frankreich näher. FOTO: WELTER

Benedicte Leude vermittelt den Schülern ein zeitgemäßes Bild vom Nachbarland Frankreich

Französische Musik läuft im Klassenzimmer und die Schüler sitzen nicht wie gewohnt an ihren Bänken, sondern im Stuhlkreis mitten im Klassenzimmer und werfen einen großen Würfel hin und her. Und an der Tafel steht auch keine Lehrerin, sondern eine echte Französin.

Dieser Tage kam wie jedes Jahr das FranceMobil an die Europaschule Bornheim. Das FranceMobil ist ein Projekt des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) und des Institut Francais Deutschland mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung, bei dem zwölf französische Lektoren mit ihren, von Renault Deutschland AG bereitgestellten Autos ein Jahr lang verschiedene Schulen in Deutschland anfahren und dort die Schüler für die französische Sprache und Kultur begeistern.

Die Vorsitzende der Französisch-Fachkonferenz der Europaschule, Maria Csapo-Pahl, steht in engem Kontakt zu der Organisation und schätzt den Besuch der Lektorin Benedicte Leude. „Es ist eine zusätzliche Motivation für die Schüler, wenn sie mit einer echten Französin sprechen müssen", erklärt Csapo-Pahl.

Benedicte Leude vermittelt den Schülern spielerisch ein zeitgemäßes Bild von Frankreich und weckt das Interesse an der Sprache. Sie spricht dabei ausschließlich Französisch mit den Schülern. Obwohl die Schüler die Fremdsprache erst im zweiten Jahr lernen, verstehen sie, was die Französin ihnen erklärt. Zum Einstieg in die etwas andere Unterrichtsstunde ging bei Musik des belgischen Sängers Stromae der große Würfel rund. Sobald die Musik stoppte, musste der Schüler mit dem Würfel würfeln und je nachdem welche Zahl oben lag, auf Französisch sagen wie alt er ist, woher er kommt oder seine Hobbys nennen.

Den Text der aktuellen Lieder können die meisten der Siebtklässler auswendig, sie hätten ihn vorher aber wahrscheinlich nicht in Verbindung mit dem Unterricht gebracht. Anschließend teilt die Lektorin die Klasse in zwei Gruppen auf, die bei Lernspielen gegeneinander ankämpfen. Sie müssen die Frankreichkarte aus dem Kopf zeichnen und bestimmen, wo einzelne Städte liegen. Gar nicht so einfach, aber natürlich wollen alle gewinnen und strengen sich an. Die Lehrerin des Französischkurses, Maja Haller, sagt: „Sie sind eine sehr ehrgeizige Lerngruppe, das merkt man auch hier wieder."

„Das hat auf jeden Fall mehr Spaß gemacht als normaler Unterricht", berichten die Schüler Levi Neumüller und Sheanth Soresh als die Stunde zu Ende ist.

Generalanzeiger vom 02.05.2016 von LUISE WELTER