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Schüler/innen der 6f waren "Straßenkinder für einen Tag"

30. 11. 2009

 Die "Straßenkinder" der Klasse 6f

 Schülerinnen beim Scheibenputzen

 

Die Klasse 6f setzt sich für Kinderrechte in Lateinamerika ein

Jährlich veranstaltet "terre des hommes" am 20. November, dem Jahrestag der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention, den Aktionstag "Straßenkind für einen Tag". Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland verrichten symbolisch typische Arbeiten, mit denen sich Straßenkinder in Südamerika ihr Überleben sichern: Zeitungen verkaufen, Autoscheiben reinigen, Schuhe putzen...
So auch die Klasse 6f, die sich im Deutschunterricht unter Leitung von Anna Schneider und Judith Kleefuß, mit dem Thema Kinderrechte durch die Lektüre "Keine Angst, Maria" auseinandersetzte und den Aktionstag während der Projektwoche vor den Herbstferien vorbereitete.
Die Aktion informiert in der Öffentlichkeit über die Situation von Straßenkindern und führt Kinder und Jugendliche durch die Vorbereitung zudem an ein wichtiges entwicklungspolitisches Thema heran. Der Aktionstag bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit aktiv zu werden und verbleibt nicht beim Informieren. Es werden Spenden für Straßenkinderprojekte von "terre des hommes" gesammelt, dieses Jahr für Kolumbien und das Projekt "Creciendo Unidos".
Die Klasse 6f schaffte es in der Bornheimer Innenstadt durch Information und Straßenkindertätigkeiten eine Vielzahl an Spenden zu sammeln.

Lesen Sie auch die folgenden Erfahrungsberichte


Sichtwechsel: Straßenkind für einen Tag

Durch unseren Unterricht erfuhr ich vieles über Straßenkinder und mir wurde erst richtig bewusst, wie es ihnen wirklich geht: schrecklich.
Der 20.November war für mich ein sehr besonderer Tag. Als wir in Bornheim durch die Straßen zogen, Infos verteilten und Fensterscheiben von Autos putzten, hatte ich zuerst ein komisches Gefühl im Bauch. So etwas hatte ich noch nie gemacht. Wenn ich mir vorstelle, dass Kinder das jeden Tag machen müssen, kann ich das selber fast nicht glauben. Die Menschen, die wir ansprachen, waren auch nicht alle nett und gingen weiter, aber manche hörten uns auch geduldig zu. Da wir bei einem Projekt mitgemacht haben, haben die Menschen auch viel gespendet. In anderen Ländern, wo die Kinder wirklich durch Schuhe putzen das nötige Geld zum Überleben verdienen, sind die Leute bestimmt nicht so nett wie hier. Es war gar nicht so einfach die Menschen anzusprechen. Manchmal hat man sich nicht getraut, weil Leute unhöflich aussahen, telefonierten oder einfach weiter gingen.
Mir hat es Spaß gemacht die Fenster zu putzen, aber ich glaube, wenn ich das immer machen würde, fänd ich das nicht mehr so toll.
Insgesamt fand ich den Tag gut, weil wir viele Spenden und neue Erfahrungen gesammelt haben.
Lilli Pohl (6f)

Sichtwechsel


Ich war am 20.11.2009 zum Thema Sichtwechsel in Bornheim mit meiner Klasse unterwegs, um zu merken, wie hart das Leben als Straßenkind ist. Wir haben Zeitungen, Strichhölzer, Ballons gegen Spenden verteilt und Schuhe geputzt. Ich habe aber auch gelernt, dass das Leben als Straßenkind schwer ist. Deshalb ist es gut, dass wir das Geld, das wir eingenommen haben, an die Kinder spenden, die es mehr brauchen als wir. Davon sollen sich die Kinder oder Familien etwas zu Essen holen oder ihr Leben etwas verändern, denn wenn sie das nicht machen, dann ist es wahrscheinlich zu spät diesen Menschen zu helfen. Aus diesem Grund empfehle ich allen Menschen auf dieser Welt dagegen etwas zu unternehmen. Helfen Sie den Kindern auf dieser Welt, die diese Unterstützung nötig haben.
Und noch etwas: Es hat mir Spaß gemacht!
Lars Torben Pfennig (6f)