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Das Grauen der Nazidiktatur in Wort und Bild dokumentiert

09. 01. 2004

 

Bornheim. “Es ist eine kleine Ausstellung, die es aber in sich hat”, sagte Peter Benninghoff von der Konrad-Adenauer-Stiftung. Die Europaschule in Bornheim erlebt den ersten Auftritt der Wanderausstellung “Das, was man Leben nannte - Alltag Frauen-KZ Ravensbrück” der Konrad-Adenauer-Stiftung. Das Thema der Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist ein Arbeitsschwerpunkt der Stiftung. “Die Ausstellung ist ein gutes Mittel, junge Leute zu erreichen”, so Benninghoff. Vier Tafeln mit Bildern und Texten von Gefangenen dokumentieren den Alltag im KZ Ravensbrück. “Jede Tafel für sich ist erschütternd”, sagte Benninghoff. “Das ist ein kontinuierliches Thema, das den gesamten Unterricht tangiert. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig für ein Handeln von morgen”, sagte Schulleiter Klaus Breil. Der Bonner Professor Manfred Funke, Experte für Geschichte des Nationalsozialismus, schilderte in seinem Vortrag den Alltag in der Diktatur im Vergleich zum Alltag in der Demokratie. Die Schüler der Europaschule werden sich gemeinsam mit ihren Lehren die Ausstellung anschauen und diskutieren. “Sie können aus den Bildern und Texten eigene Schlüsse ziehen, und das regt die Diskussion an”, erklärte Benninghoff. Für die Öffentlichkeit ist die Ausstellung bis zum 22. Januar in der Aula im Rahmen der Öffnungszeiten der  Europaschule zu besichtigen.

(Bonner Rundschau vom 09.01.2004)