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Gemeinsam gegen Rechts

10. 10. 2014

 Europaschule Bornheim - eine Schule ohne Rassismus

Europaschule Bornheim  - auf dem Weg zu einer Schule ohne Rassismus

Seit fast zehn Jahren nehmen Schülerinnen und Schüler der Europaschule Bornheim auf freiwillig am Argumentationstraining gegen rechtsextreme Stammtischparolen teil. Anhand von Rollenspielen entwickeln die Schülerinnen und Schüler Argumentationsstrategien gegen diskriminierende Äußerungen. Das Training wurde dieses Jahr von der Friedrich-Ebert-Stiftung finanziert und unterstützt. Mitorganisator des Projekts ist außerdem der Verein Gegen Vergessen - Für Demokratie. Herr Dovermann, von der Bundeszentrale für politische Bildung, rief dieses Projekt ins Leben und bildet seither Schülerinnen und Schüler zu Trainerinnen und Trainern aus. Diese führen daraufhin das Argumentationstraining mit Jugendlichen durch. Das Peer-Projekt hat sich sowohl an der Europaschule Bornheim als auch in einem Training größeren Umfangs in Berlin bewährt. Das von Jugendliche für Jugendliche durchgeführte Projekt soll in Zukunft auch bundesweit ausgeweitet werden.

Dieses Jahr machte sich eine politisch interessierte Gruppe von 26 Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs der Europaschule Bornheim, begleitet von Susanne Haas-Bleckmann, Nele Pajenkamp und Esther Stienen, auf den Weg in die Hauptstadt. Dort trafen sie auf weitere elf Jugendliche des evangelischen Gymnasiums Berlin-Köpenick, um mit ihnen zusammen ca. 240 Berliner Schülerinnen und Schüler zu arbeiten. Obwohl die Veranstaltung mitten in die Klausurphase fiel, tat sich eine engagierte Gruppe auf, die sich gegen ausgrenzendes Verhalten einsetzte und zeigte, dass rassistisches Verhalten nicht tolerierbar ist und niemals sein wird.

In der Friedrich-Ebert-Stiftung arbeiteten sie in Gruppen aus je drei bis vier Schülerinnen und Schüler der Europaschule Bornheim sowie des Köpenicker Gymnasiums. Als Team trainierten sie selbstständig und eigenverantwortlich etwa 20 Jugendliche. Die Arbeit der Teamer wurde wie auch in den letzten Jahren besonders positiv bewertet. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler betonten den großen Lerneffekt durch die angeleiteten Rollenspielen und entstandenen Diskussionen.

Da die Bornheimer noch bis Samstag in Berlin bleiben durften, nutzten sie die Zeit, um die Gedenkstätte des deutschen Widerstandes sowie das Deutsche Historische Museum zu besuchen. Müde und glücklich begaben sie sich am Samstag auf den Heimweg.

Die Europaschule Bornheim ist auf dem Weg eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu werden und plant derzeit weitere Projekte gegen Diskriminierung und für Toleranz und Gemeinschaftlichkeit.

von Nele Pajenkamp und Esther Stienen