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"Ein offener Wohlfühlraum"

24. 06. 2005

 

Regierungspräsident Jürgen Roters zu Gast in der Europaschule

BORNHEIM. “Schade, dass ich schon so alt bin. Auf diese Schule würde ich gerne gehen!” Die Erinnerungssätze, die der Kölner Regierungspräsident Jürgen Roters gestern ins Gästebuch der Bornheimer Europaschule schrieb, waren nicht nur nett gemeint, sondern kamen auch aus Überzeugung. Roters hatte die integrierte Gesamtschule mit der größten gymnasialen Oberstufe im Regierungsbezirk für einen seiner halbjährlichen Stippvisiten in Schulen seines Zuständigkeitsbereiches ausgesucht. Die Themenschwerpunkte: erste Erfahrungen mit dem Projekt “Schule interaktiv” gemeinsam mit der Telekom-Stiftung sowie die europäische Ausrichtung der Lernstätte.

Die demonstrierte Schulleiter Klaus Breil gleich ganz praktisch: Über die “Apenninen” ging es treppauf zum “Großbritannien-Flur” , vorbei an Belgien in Richtung Chemiesaal. Treppenhäuser, Flure und Klassen der Europaschule tragen Namen von EU-Mitgliedern. “Ein kleiner Teil der europäischen Dimension in der Erziehung”, erläuterte Breil. Stippvisiten im Unterricht machten denn auch schnell deutlich, auf welch hohem technischen Niveau Lehrer und Schüler arbeiten können. Mit Smartboards beispielsweise, intelligenten Tafeln, die am Rechner angeschlossen auf Berührung reagieren - die Telekom-Stiftung macht’s möglich. Gut 3000 000 Euro gibt der Kommunikationsriese an die Schule, um Lehren und Lernen zu verbessern. Dabei ist die Europaschule eine von bundesweit drei Lernstätten, die die Telekom in dieses dreijährige, ständig begleitete Projekt aufgenommen hat.
   Roters staunte, übrigens auch über die von den Schülern in der “Oase” selbst gezogenen Südfrüchte: “Die Schule, wie wir sie früher kannten, war eher abgeschottet, manchmal sogar ein Angstraum. Dies hier ist ein offener Wohlfühlraum”.
   Ein Raum, in den auch das Kollegium viel Zeit über das normale Stundenmaß hinaus investiert. Breil nutzte die Gelegenheit für eine Bitte: Der Regierungspräsident möge doch in Köln mal nachschauen, ob irgendwo noch Ressourcen vorhanden sind, um einen Systemadministrator für die Schule einzustellen.

(Bonner Rundschau vom 24.06.2005)