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Europaschüler brachten "Senioren ans Netz"

23. 02. 2005

 

T-Com hilft bei der Internet-Zusammenarbeit der Generationen

Bornheim (BB). Was Hänschen nicht lernt, kann ja Hans noch lernen - muss Hans auch, wenn es sich dabei um das Internet handelt, das zu Hänschens Zeiten noch nicht erfunden war. Nach dieser Maxime haben sich Schüler der Europaschule im Rahmen ihres Sozialpraktikums gemeinsam mit Bewohnern der Seniorenheime Wohnstift Beethoven, Maria Hilf und Sankt Elisabeth an die PCs gesetzt und das “Surfen im Internet” geübt. Hilfe hatten die Absolventen des Sozialpraktikums dabei von der “T-Com”, die die Zusammenarbeit als Teil ihres Programms “Senioren ans Netz” förderten.
   So besuchten die Schüler und die Senioren jeweils als Paar ein Seminar und lernten dort den Umgang mit Suchmaschinen, Email-Programmen und Homepages. Schulungsleiter Rolf Meiboom lobte bei dem abschließenden Treffen in der Europaschule alle Beteiligten: “Es war eine ganz große Energie im Raum, und die Schüler sind mit großer Geduld und Ruhe an die Zusammenarbeit mit den Senioren herangegangen.” Die standen ihren älteren Partnern stundenlang helfend zur Seite, schließlich “sind die Schüler ja wahnsinnig fit am Rechner”, wie Irene Ockenfels, Organisatorin des Sozialpraktikums an der Europaschule, feststellte.
   Doch die Mühe zahlte sich aus: Die Senioren ließen sich von den Möglichkeiten des Internets erstaunen und begeistern, und auch die Beteiligten mit Vorerfahrungen konnten ihre Erkenntnisse entscheidend erweitern.
   So etwa der 87-jährige Helmut Jonas, der seit Jahren nach einer Textpassage von seinem Lieblingsgedicht gesucht hatte und jetzt dank der Kniffe im Umgang mit der Suchmaschine den Text in Sekundenschnelle fand.
   Katharina Bruch, ganze 89 Jahre alt, war enttäuscht über das Ende des Projekts: “Ich würde das gerne intensivieren und noch mehr lernen”, meinte sie und bot an, die Schüler zu engagieren.

   Tatsächlich soll es nicht bei der einmaligen Zusammenarbeit bleiben, wie Europaschulleiter Klaus Breil ankündigte: “Wir wollen von nun an Ansprechpartner in Sachen Internet für die Senioren sein.” Stefan Mysliwitz und Kurt Schiwy von der T-Com boten außerdem an, den Altenheimen mit Hardware für weitere Ausflüge ins Internet auszuhelfen - immerhin kommen die Senioren so mit Leichtigkeit noch einmal um die ganze Welt.

(Schaufenster vom 23.02.2005)