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Dt. Schulpreis: Bornheimer Europaschule gehört zu den Besten

23. 03. 2017

 Europaschule Bornheim

Die Europaschule Bornheim hat es in die Endrunde des Deutschen Schulpreises geschafft. Die Gesamtschule gehört zu den 14 Schulen, die eine Experten-Jury für das Finale am 29. Mai in Berlin nominiert hat. Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro dotiert.

"Die Freude ist schon riesig", sagt Schulleiter Christoph Becker. Gerechnet habe er nicht damit, dass die Europaschule es in die Endrunde des Deutschen Schulpreises schaffe, "gehofft ja!" Die Auszeichnung wird von der Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit der Heidehof Stiftung vergeben, Medienpartner sind der Stern und die ARD. Der Hauptpreis ist mit 100.000 Euro ausgestattet, fünf weitere Preisträger erhalten je 25.000 Euro. Auch die nicht ausgezeichneten Finalisten werden mit Anerkennungspreisen in Höhe von je 5000 Euro bedacht. Nach Angaben der Bosch Stiftung ist der Deutsche Schulpreis damit der höchstdotierte Wettbewerb für Schulen in Deutschland. Die Preisverleihung erfolgt am 29. Mai mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.

Neben der Europaschule sind zwei weitere Schulen aus Nordrhein-Westfalen im Finale dabei: das Gymnasium Essen Nord-Ost und die Gesamtschule Else Lasker-Schüler aus Wuppertal. Des Weiteren hat die Jury drei Schulen aus Niedersachsen, zwei aus Bayern und jeweils eine Schule aus Baden-Württemberg, Bremen, Hessen und Sachsen nominiert. Auch zwei Deutsche Auslandsschulen sind unter den Finalisten: Die Deutsche Schule Rio de Janeiro aus Brasilien und die German International School Boston, USA.
Sechs Qualitätsbereiche bewertet eine Jury aus Praktikern und Bildungswissenschaftlern: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. Die Juroren wählten zunächst auf Basis von Bewerbungsunterlagen 18 Schulen in Deutschland und zwei Schulen im Ausland aus, die sie in Teams Anfang des Jahres besuchten und begutachteten. Im Anschluss an die Besuche nahm die Jury nun 14 Schulen in die engere Wahl. Insgesamt hatten sich 81 Schulen beworben.

Als die Juroren Mitte Januar an der Bornheimer Europaschule zu Gast waren, lobten sie etwa, dass die Schüler im Alltag an Unterrichtskonzeptionen mitwirken und dass die europäische Dimension ins Schulleben einbezogen werde.

"Es ist eine Anerkennung für unsere Schule, aber auch für die Schullandschaft, in der wir uns entwickeln konnten", findet Becker. Er sei besonders froh über die Wertschätzung, die europäische Idee an der Schule zu verankern. Und welches Ziel erhofft er sich fürs Finale? "Ich würde mich riesig für alle Beteiligten freuen, wenn wir den Sprung unter die ersten fünf schaffen", so Becker, "aber ich bin so schon sehr stolz auf das, was wir bereits geschafft haben."

Generalanzeiger von Antje Jagodzinski, 21.03.2017