Sie sind hier: Aktuelles > Beitrag

Beratung ist das A und O auf der Berufsmesse

27. 09. 2016

 Viel los war am Stand der Shell Rheinland Raffinerie, wo Ausbilder Dieter Motzko (rechts) die Fragen der Jugendlichen beantwortete.

Bei der Bornheimer Berufsmesse „Treffpunkt Ausbildung“ in der Europaschule stellen sich mehr als 50 Aussteller vor und informieren hunderte Schüler.

„Hier gibt es heute richtig viel Neues zu entdecken. Nach der Messe im letzten Jahr hätte ich das nicht erwartet“, lobte Charlotte (16) die Berufsmesse „Treffpunkt Ausbildung“, die am Samstagvormittag in der Turnhalle der Europaschule in Bornheim stattfand. Unter dem Motto „Fachkräfte für die Zukunft sichern“ hatten die Bornheimer Verbundschule, die Franziskusschule Bornheim, die LVR-Ernst-Jandl-Schule und die Europaschule Bornheim die fünfte Auflage organisiert.

Mehr als 50 ausstellende Betriebe und Institutionen hatten ihre Stände aufgebaut und Hunderte Schüler der Jahrgangsstufen neun bis 13 kamen, um sich zu informieren, teils über Praktika, teils über Ausbildungsplätze oder über ein duales Studium.

Unter den Ausstellern waren unter anderem die Shell Rheinland Raffinerie und der Chemiepark Knapsack aus Hürth. Aber auch die Stadtwerke Bonn, die Polizei, der Zoll, das Amtsgericht Bonn und das Finanzamt Sankt Augustin, mehrere Geldinstitute Baumärkte, Einrichtungshäuser und Supermarktketten sowie Institutionen wie der Landschaftsverband Rheinland, der Rhein-Sieg-Kreis, das Deutsche Rote Kreuz, die Bundesagentur für Arbeit und die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD) waren vertreten. In Räumlichkeiten neben der Turnhalle gab es Vorträge für die Oberstufenschüler rund um das Thema Berufseinstiegsmöglichkeiten.

Daniel aus der neunten Klasse der Ernst-Jandl-Schule hat für sich bereits festgestellt, dass ihm handwerkliche Tätigkeiten mehr liegen, als eine Arbeit am Computer. „Ein Praktikum als Elektriker habe ich schon gemacht“, berichtete er. „In den Herbstferien will ich gerne noch mal was ganz anderes ausprobieren. Ich will ein freiwilliges Praktikum in einer Fleischerei machen.“

Von den Angeboten auf der Berufsmesse interessierten ihn vor allem die Firmen, die eine Ausbildung als Elektriker anboten. „Da habe ich aber auch erfahren, dass man unterscheiden muss, ob man als Elektriker in einer großen Firma arbeiten will oder in Privathaushalten. Für mich käme das eher in privaten Haushalten in Frage.“

„Es ist total spannend, hier zu sehen, was es alles gibt"

Sein Mitschüler Wen hat dagegen andere Vorstellungen. „Ich koche und backe gerne. Ich würde gerne eine Ausbildung zum Koch bei Evonik machen.“ Warum Evonik? „Die haben eine fantastische Kantine. Außerdem sponsern sie meinen Lieblingsfußballverein. Und ich kann die Ausbildung auch schon mit einem Hauptschulabschluss machen. Bei vielen anderen Ausbildungen muss ich ja einen Realschulabschluss oder noch mehr haben“, meinte er. „Zuerst hatte ich überlegt, noch länger zur Schule zu gehen. Nur wozu, wenn ich damit auch nicht unbedingt mehr verdiene?“ Erst einmal steht aber ein erfolgreicher Schulabschluss an.

Die Pläne der Mädchen in der neunten Klasse an der Europaschule schauen indes ganz anders aus. Lena (14) fand die Messe sehr interessant: „Es ist total spannend, hier zu sehen, was es alles gibt. Die Beratung ist unheimlich gut, und meine Fragen wurden auch alle nett beantwortet.“ Allerdings will sie lieber studieren. Architektur ist ihr Traum. „Ein duales Studium, auch im Architektur-Bereich, kann ich mir schon vorstellen. Aber eine Ausbildung, wie sie hier fast nur angeboten werden, will ich nicht machen.“

Ihre Freundin Clara (14) möchte gerne Tierärztin werden. „Irgendwas mit Tieren. Oder mit Kindern. In jedem Fall möchte ich erst mal Abitur machen. Vielleicht ändern sich meine Pläne bis dahin auch noch. Ganz sicher bin ich mir nicht.“ Lena (16) aus der zehnten Klasse dagegen meinte: „Das Abitur will ich nicht machen. Ich habe eine Ausbildung im kreativen Bereich vor. Hier fand ich besonders die Präsentation der Floristik sehr ansprechend. Aber auch den Stand eines Hotels. Einen Job in der Hotellerie kann ich mir auch gut vorstellen.“

(Generalanzeiger vom 26.09.2016 von Jarno Staat)