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Ein Biotag an der Uni Bonn

28. 08. 2016

 Teilnehmer/innen der Bio-Exkursion

Ein Exkursionstag mit vollem Programm erwartete die Schülerinnen und Schüler des Biologie Leistungskurses der Q1. Idee war es den 14 Teilnehmern zum einen einen Eindruck in den Alltag eines Biologiestudenten zu geben, aber auch Fragen zu den aktuellen Möglichkeiten das beste Fach der Welt an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität in Bonn zu studieren, zu geben.

Also trafen wir uns früh am Morgen im schönen Poppelsdorfer Schloss um etwas Universitätsluft zu schnuppern. Den Start machte eine Vorlesung für Bachelorstudenten zum Thema Neurophysiologie und Sensorik im Hörsaal des Schlosses bei Professor Bleckmann. In kleiner Runde neben einer Handvoll „echten“ Studenten erfuhren die Schüler wie es ist volle anderthalb Stunden dem Professor beim Dozieren zuzuhören. Glücklicherweise war das Thema der Vorlesung sehr spannend und ansprechend vorgetragen. Sicherlich von großem Vorteil war, dass wir die Inhalte  bereits im Unterricht behandelt hatten, nur eben auf Schulniveau.

Im Anschluss an die Vorlesung trafen wir uns mit Bianca (Name geändert), einer Mitarbeiterin der Fachschaft Biologie, im schönen Gartesaal des Schlosses; ein Privileg wie uns versichert wurde. Bianca ist selbst Masterstudentin und konnte die vielen Fragen der Schüler bezüglich dem Biologiestudium in Bonn aus erster Hand beantworten. In Erinnerung blieb sicherlich der von Biance nett vermittelte Eindruck, dass das Biologiestudium bei allem fachlichen Anspruch und Neuen, was nach der Schule auf einen jungen Studenten zukommt, vor allem Spaß macht, aufregend und machbar ist.

Dann ging es mit dem Bus auf den Venusberg. Nach einem kurzen Mittagessen in der edlen Medizinermensa, fanden wir und im Life&Brain ein (Foto) ein. Diese Forschungseinrichtung zählt zu den Topzentren für Neurowissenschaften, Gentechnik und angewandte Stammzellenforschung in Deutschland. Unser Ziel war die Abteilung Neuroimaging (Bildgebende Verfahren). Dort wurden wir von dem Abteilungsleiter Professor Weber begrüßt und erhielten erstmal eine „kurze und oberflächliche“ Einführung in das Verfahren der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) und den aktuellen Forschungsprojekten seiner Abteilung. Der eigentlich für Masterstudenten auf Englisch verfasste Vortrag gab den Oberstufenschülern einen kleinen Eindruck wie viel Luft noch nach oben ist. Zudem wurden die Dimensionen biomedizinischer Forschung deutlich,  hinsichtlich der Ausstattung der Labore und der alltäglichen Kosten. Das ist doch eine etwas andere Liga als die Schülerexperimente in der Schule. Nach der Theorie kam die Praxis: ein Kursteilnehmermensch durfte sich in einen MRT – „in die Röhre“ – legen und erhielt einen 3D-Scan des eigenen Gehirns zum Mitnehmen. Schöner kann man den Aufbau des menschlichen Gehirns nicht veranschaulichen!

Am frühen Nachmittag ging es dann wieder zurück in die Innenstadt und unser Biotag an der Uni Bonn ging mit vielen interessanten Eindrücken zu Ende.