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Wasser, Öl und Experimente

29. 08. 2006

 

Europaschüler ahmen Versuchsreihe der Raumstation ISS nach

BORNHEIM. Was Passiert in der Schwerelosigkeit mit Wasser und Öl? Lassen sich beispielsweise auf der Internationalen Raumstation ISS beide Flüssigkeiten mischen? 180 Europaschüler der sechsten Jahrgangsstufe gehen im Unterrichtsfach Science (Wissenschaft) dieser Frage zurzeit nach. Denn die Europaschule ist als einzige Schule in Deutschland vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln-Porz auserkoren, das bundesweite Schüler-Experiment offiziell zu begleiten.
   Im Radio hatte Vize-Schuleiter Christoph Becker seinerzeit von der DLR-Aktion gehört. Dabei waren alle 14000 weiterführenden Schulen aufgerufen, sich an dem Schülerversuch “School in Space” zu beteiligen. Begleitend zum Testlauf des ESA-Astronauten Thomas Reiter, der diesen Versuch in der Raumfähre in einem Plexiglasquader durchführt, sollen die Schüler auf der Erde experimentieren. Beider Versuchsergebnisse werden dann mit einander verglichen und analysiert. Start war jetzt im Deutschen Luft und Raumfahrtzentrum. Dorthin reisten 16 Jungen und Mädchen der Bornheimer Europaschule zusammen mit den Projektlehrern Hendrik Förster und Achim Kittelmann. Auch Fernsehkameras des ZDF begleiten die Schüler beim Experimentieren und Analysieren. “Noch kennt kein Wissenschaftler auf der Welt das Ergebnis”, verriet Förster. Er ist mindestens so gespannt auf das Resultat wie seine Schüler. “Eigentlich kann man Öl und Wasser gar nicht verbinden, weil Öl viel leichter als Wasser ist und ganz andere Eigenschaften hat”, wissen die elfjährigen Forscher der 6a. “Im Weltall allerdings haben Öl und Wasser ja dasselbe Gewicht vielleicht schwimmt das Öl ja dann unten”, mutmaßt  etwa Simon Sonntag, “oder es bilden sich einfach zwei Kugeln, eine Wasser- und eine Ölkugel”.
   Das glaubt auch Jessica Körner: ”Ich gehe mal nicht davon aus, dass die beiden Flüssigkeiten im Weltall eine Verbindung eingehen.” Das Projekt finden alle Schüler spannend, gut und aufregend. “Wir wissen ja auch noch gar nicht, ob der Versuchsbehälter im Weltraum geschlossen oder offen ist”, gibt Maximilian Müller zu bedenken. Christoph Becker ist von der Euphorie der Kinder richtig mitgerissen. Schließlich handele es sich bei dem Projekt um eine echte Fragestellung, auf die es noch keine Antwort gibt. Des Rätsels Lösung wird am 23. September in der ZDF-Sendung “PuR”, einem Infomagazin für Kinder, verraten.(mkl)

(Bonner Rundschau vom 29.08.2006 von Margret Klose)