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Eine Torte zum 25. Geburtstag

01. 03. 2014

 Ein echter Hingucker: Der Kuchen aus Pappmaschee mit einer Extraportion Zuckerguss. Foto: Wolfgang Henry

"Is et dann wohr,
at 25 Johr"

Eine riesige Geburtstagstorte hatten die Schüler der Theaterkulissen-AG für ihre Schule "gebacken": Bonbonrosa und mit einer Extraportion Zuckerguss obendrauf, konnte das Gebäck aus Pappmaschee bei der zehnten Karnevalssitzung der Bornheimer Europaschule bewundert werden.
Schulleiter Christoph Becker brauchte mehrere Anläufe, um alle 25 brennenden Kerzen auf dem mehrstöckigen Kuchen auszupusten. Den dazugehörigen Geburtstagswunsch behielt er vorsichtshalber für sich: "Wenn man den Wunsch verrät, geht er ja bekanntlich nicht in Erfüllung."

Ein viertel Jahrhundert hat die Gesamtschule auf dem Buckel - was liegt also näher, als dieses Ereignis gleich mal karnevalistisch zu verarbeiten. Unter dem Motto "Is et dann wohr, at 25 Johr" feierten mehr als 200 Eltern und Ehemalige am Mittwochabend die fünfte Jahreszeit in der ausverkauften Aula.

Dass nicht nur die Schule, sondern auch die Lehrer in 25 Jahren viel erlebt haben, machte der Eröffnungssketch, der traditionell von den beiden Organisatoren Jürgen Sauer und Daniela Schulz gespielt wird, deutlich. "Wenn du mal 25 Jahre hier warst, hast du auch nichts mehr zu lachen", nimmt der mit den Jahren ergraute Kollege der jungen Referendarin jeglichen Enthusiasmus.

Der erste Programmblock wurde von den Schülern gestaltet. Durch den Abend führten höchst professionell Christopher Born und Marie Thönneßen, die als letztjähriges Alfterer Kinderprinzenpaar schon viel Bühnenerfahrung mitbrachten.

Auch echtes karnevalistisches Blaublut hatte die Sitzung zu bieten: Das Mertener Prinzenpaar Bert I. und Silvia I. stattete einen Besuch ab. Für Action pur sorgten unter anderem die skatenden Streber aus der Klasse 6b, die mit Skateboards und Rollern Halsbrecherisches auf der Bühne vollführten.

Beim Sketch "Klassentreffen 2080" wurde der Roller gegen "Rollator" eingetauscht und die Jungs blickten - inzwischen ein wenig tattrig - auf ihre Schulzeit zurück. Lehrer und Referendare sorgten mit Büttenreden und Tanzauftritten im zweiten Teil des Abends für beste Unterhaltung.

Bonner Generalanzeiger vom 28.02.2014 Von Sonja Weber