Sie sind hier: Aktuelles > Beitrag

Einsatz für ein friedliches Miteinander

20. 01. 2014

 Martin Schulz wird mit dem Bornheimer geehrt. Foto: DPA

Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, erhält den Ehrenpreis der Europaschule

Die 13. Verleihung des „Bornheimers", dem Ehrenpreis der Europaschule Bornheim, rückt näher. Gestern lüftete Schulleiter Christoph Becker das Geheimnis um den Preisträger: Martin Schulz, der Präsident des Europäischen Parlaments, reiht sich in die Liste der Gekürten ein - darunter die Kinderbuchautorin Astrid Lindgren, der Pädagoge und Autor Neil Postman und der Dirigent Lord Yehudi Menuhin. Schulz wird den Preis am Montag, 24. März, um 15.30 Uhr entgegennehmen. Mit dem „Bornheimer", der alle zwei Jahre verliehen wird, sollen laut Becker Menschen geehrt werden, „die uns Impulse für unsere Arbeit geben". Schulz sei eine solche Persönlichkeit.
„Als Mitglied und Präsident des Europäischen Parlaments steht er für ein Europa der Bürger und tritt mit klarer Sprache dafür ein", sagt Becker. „Wir möchten damit unseren Respekt und unsere Anerkennung für seinen großen und unermüdlichen Einsatz für ein vereintes Europa zum Ausdruck bringen." Dafür sei 2014 ein besonders geeignetes Jahr. Denn: Weltweit werde dem Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren gedacht.
Schulz' Arbeit sei Ansporn, den europäischen Gedanken in der Schule weiter zu pflegen - besonders in Zeiten, in denen sich kritische Stimmen zu Europa mehren würden. So sollen sich die Schüler im Vorfeld der Preisvergabe mit dem Europäischen Parlament auseinandersetzen.
1990 wurde der „Bornheimer" erstmals verliehen. Der Psychoanalytiker Horst Eberhard Richter nahm damals den Preis entgegen. Die Idee brachte der frühere Schulleiter Klaus Breil aus Solingen mit, wo er zuvor tätig war. Dort vergibt die Stadt als Ehrenpreis die „Schärfste Klinge". Das habe ihn inspiriert, auch wenn er anfangs durchaus belächelt worden sei, sagt Becker. „Aber es hat sich herausgestellt, dass die Menschen gerne herkommen und sich wohlfühlen, obwohl der Preis nicht dotiert ist."


Bonner Generalanzeiger vom 16.01.2014