Sie sind hier: Aktuelles > Beitrag

14. Köln-Marathon: Europaschüler waren erfolgreich

28. 10. 2010

 Erfolgreiche Europaschüler beim Köln-Marathon

Der "Köln-Marathon" aus der Sicht eines Schülers:

Mit einem lässigen Gitarren-Solo reißt mich mein Handy aus dem Schlaf.
Die gewöhnliche, allmorgendliche Müdigkeit ist wie weggeblasen und mein Körper springt wie von selbst unter die Dusche. Mein Herz scheint seinen eigenen Rhythmus vorzugeben der etwa so klang:

poch, poch MARATHON poch, poch.
Nachdem ich dann ein etwas karges Frühstück zu mir nahm, da ich auf Grund der Aufregung nichts Essen konnte, musste ich warten. Ja, warten, ein echter Weltuntergang für meine laufbereiten Beine.
Endlich war es soweit, ich packte meinen Rucksack mit einem Pulli für später, zog mir meine Laufschuhe an und nahm mir noch eine Banane mit.
Noch zweieinhalb Stunden bis zum Start.
Als ich dann die Linie 4 Richtung Thielenbruch nahm, sah ich schon jetzt sämtliche muskelbedeckte Superathleten mit dem Energie-Konzern-Logo auf der Brust prangen und einer echt schicken Teilnehmertasche auf dem Rücken.
Weitere 15 Minuten später stehe ich vor dem Schulmarathon Zelt am Deutzer Bahnhof und habe die perfekt-alles-geplant-zu-habende Frau Kirchner am Ohr. Gefunden habe ich die Gruppe dann schnell und habe neben meinem bestellten S-Größe T-Shirt (welches sich dann als ganz Körper Nachthemd herausstellte) auch den Mann der Stunde kennen gelernt: Stephan Stranz. 
Mit seinen leuchtend gelben Schuhen ist er der Starter in meiner Staffel und ihm muss ich den Zeitmessungschip, den jede Staffel und jeder Teilnehmer bekommt, in der Wechselzone abnehmen.
 
Nachdem ich nun alle wichtigen Dinge für meinen Lauf besorgt hatte und noch schnell unseren anderen beiden Staffelstartern alles Gute wünschte, machte ich mich auf den Weg zu meiner Wechselstation.
Noch eineinhalb Stunden bis zum Start.
Endlich kam ich an meiner Wechselstation an. Diese muss man sich als eher unspektakulär vorstellen mit ihrer Reihe von marine-blauen Dixiklos mitten in einer mit Gras bewachsenen Fußgängerzone, abgetrennt von dem normalen Marathon als zusätzliche Strecke.
Als ich mich dann an einem Stand eintragen ließ, traf ich auch schon den zuständigen Lehrer der Wechselstation 1: Herr de Groot. Die anderen Läufer meiner Schule hatte ich bis dahin noch nicht gesehen.
Mein Aufwärmen überspringe ich in meinem Bericht und komme direkt zum unmittelbar bevor stehenden Start.
Nun hatte ich auch die anderen Läufer Marie und Hagen Pfennig getroffen und wir waren alle Startbereit.
Schon kamen die ersten zwei Läufer des Schulmarathons in die Wechselstation und darunter auch Stephan, der von 360 Teilnehmenden Schulmarathonstartern in der Führung lag. Der Wechsel lief ohne Probleme und ich war als erster aus der Wechselstation raus.
Eine Uhr hatte ich in meiner rechten Hand und den Ipod um den Arm, kurz: mich konnte nichts stoppen, doch schon in dem Moment überholte mich ein Mädchen von links. Also klemmte ich mich an ihre Ferse und folgte ihr das Rheinufer entlang.
Da es wahrscheinlich sehr langweilig wäre meinen Lauf in Einzelheiten wiederzugeben fasse ich mich kurz.
Nach der Hälfte meiner Strecke ging ich mit einem Split von 40:03 dicht gefolgt von weiteren Läufern als erster durch die 10 km Markierung.
Als kleine Anmerkung möchte ich hier Herrn Schneider loben, da er an der Seitenlinie stand und mich und unsere Schule anfeuerte; das nenne ich Schulgeist! :) Das Publikum war atemberaubend und es war ein klasse Gefühl bei solch einem Event mit zulaufen.
Schließlich übergab ich meinen Chip als viertes an einen unserer „Youngstars“ Jan Becker.
Die anderen Staffeln sind hierbei auch besonders zu loben, da das Duo Jana Behnke und Marie als viertes in ihrer Alterklasse die 10km Marke mit einer sagenhaften Zeit von 51:19 bewältigten.
Die zweite Männerstaffel mit den Läufern Kai Westendorf und Hagen Pfennig war mit 51:18 sogar noch eine Sekunde schneller.
Nach Bewältigung sämtlicher Krämpfe konnte ich dann auch den beiden angekommenen Läufern gratulieren.
Die weitere Tagesordnung hieß eigentlich die anderen Läufer am Rande der Strecke anzufeuern, doch dies klappte nicht, da unsere Läufer einfach zu schnell waren ;)
Am Ende konnten wir dann nur alle gemeinsam am Ziel warten um die „Finisher“ die letzten Meter noch einmal richtig anzuspornen.
Zwischendurch wurden uns nur sämtliche Zwischenstände von Frau Pohlmann und Frau Kirchner durchgegeben.
Bei den Mädchen ging Linda durch die Vorarbeit von Laura mit einer ersten Halbmarathonzeit von 1:51:34 als sechster Platz in ihrer Altersklasse durch den Messbereich. Das nenne ich „Frauenpower“!
Bei der zweiten jüngeren Staffel der Jungen kam Christopher Hundhausen mit der Vorarbeit von Matthias dann kurz nach den Mädchen mit einer Zeit von 1:51:59 durch die 21,0975 km.
Die erste Staffel der Jungen kam mit dem Teamwork der „Becker-brothers“ mit einer Zeit von 1:28:17 als fünftes durch die Halbmarathonmarke.
Dann begann auch schon der Endspurt. Die letzten Läufer machten sich fertig oder mussten auch schon loslaufen.
Am Ziel wärmten wir während dessen schon mal unsere Hände auf und übten das Klatschen an den paar wenigen Läufern die bis dahin ins Ziel kamen.
Mit einem Auge auf der Uhr und mit der anderen die Strecke beobachtend zählte ich die Minuten herunter. Unser Ziel war die drei Stunden Marke zu brechen und als dann Tim Westendorf völlig verschwitzt mit einer Zeit von 2:59:33 die Ziellinie überquerte waren wir außer uns. Mit einem fünften Platz in der Gesamtwertung und mit einem dritten Platz in unserer Altersgruppe waren wir voll und ganz zufrieden. Dabei ist auch noch Phillip zu loben der eine großartige Zeit an fünfter Stelle lief, obwohl er den Tag davor noch ein Fußballspiel hatte.
Die anderen ließen dann auch nicht lange auf sich warten. Jan A. beendete mit der Vorarbeit von Fabio Schäfer mit einer Zeit von 3:40:53 den Marathon für die zweite Jungenstaffel und holte damit den 28ten Platz in ihrer Altersgruppe.
Keine 10 Minuten später kam auch schon Celine Schäfer für die Mädchen daher gesprintet. Mit einer Vorarbeit von Milena holten sich die Mädchen damit den 6ten Platz in ihrer Altersgruppe.
Damit endete der 14. Schulmarathon für uns und ich möchte mich ganz herzlich für die perfekte Organisation und Betreuung bei den Wechselstationen sowie auch im Vorfeld bei der Planung und Trainingsgestaltung bedanken.
 
Jonas Gathen