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Schule interaktiv: "Es war eine unglaublich spannende Zeit"

29. 06. 2010

 

 

Telekom-Stiftung-Projekt für Naturwissenschaft und Technik in Schulen - Erfolgsbilanz und Ausblick.

Vor fünf Jahren startete die Telekom-Stiftung in der Europaschule ein bisher einzigartiges Projekt mit dem Ziel, Interesse und Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik zu wecken. Und dieses über die gesamte Bildungskette, über die weiterführende Schule bis hin zu Fachhochschule oder Universität aufrechtzuerhalten und zu verstärken.

Zurückblickend konnte Christoph Becker als Leiter der Europaschule gestern sagen: „Es war eine unglaublich spannende Zeit." Für ihn steht längst fest: „Die neuen Medien sind aus dem Unterricht nicht mehr wegzudenken."

Gestern trafen sich in der Bornheimer Europaschule nun alle Beteiligten, Gerd Hanekamp, Leiter der Telekom- Stiftung, Projektkoordinatoin Jutta Heimann-Feldhoff sowie Wilfried Russe von der Universität Darmstadt und Claus Weidinger, Leiter des Kompetenzteams Rhein-Sieg- Kreis, und zogen Bilanz. Zu Gast waren Vertreter und Kooperationspartner anderer Schulen und natürlich einige Schüler, die längst die wahren Nutznießer der neuen Medien im Unterricht sind.

Auch wenn die Telekom- Stiftung sich langsam aus dem Projekt herauszieht - „Das Projekt geht weiter", versprach das Gremium. Denn was sich daraus bisher entwickelt habe, sei einfach fantastisch, so Becker. Selten habe er erlebt, dass sich ein Projekt so konsequent in alle Unterrichtsfächer einbinden ließ. „Das Projekt hat sein Ziel erreicht", verkündete auch Heimann-Feldhoff, und habe sich zu 100 Prozent gelohnt. Besonders aber lobte sie die inzwischen gewachsene Zusammenarbeit mit anderen Schulen über die Netzwerke. Denn alle Projektschulen bilden aktiv ein Netzwerk und unterstützen den Austausch durch Knowhow, Unterrichtsideen und Unterrichtsmaterial. „Es war ein sinnvolles Projekt", sagten auch die Vertreter der Partnerschulen. Denn was vor fünf Jahren in der Europaschule begann, hat längst Kreise gezogen und insgesamt weitere neun Schulen, davon sechs im Rhein-Sieg-Kreis, in das Projekt eingebunden. Und weitere Schulen sollen folgen. Wie Weidinger versicherte, soll bereits im September eine neue Ausschreibung erfolgen, bei der sich interessierte Schulen auch aus den Nachbarkommunen bewerben können. Dabei sollen auch Grund- und Förderschulen berücksichtigt werden. Die jeweiligen Schulen verpflichten sich dabei unter anderem, für einen Zeitraum von zwei Jahren mit den Schulen des Verbundes und dem Kompetenzteam aktiv zusammenzuarbeiten. Dafür erhalten sie ein gebündeltes Be- ratungs- und Fortbildungsangebot zur mediengestützten Unterrichtsentwicklung.

Begeistert von den neuen Medien sind aber nicht nur die Lehrer und Schulleiter, sondern vor allen Dingen die Schüler. Schon in der fünften Klasse lernen sie, sich die Technik zunutze zu machen. Digitale Tafeln haben in der Europaschule die Kreidetafeln abgelöst. Beliebt sind Fächer und Kurse, die noch eine Zusatzration an technischem Sachverstand vermitteln, wie etwa eine Roboter AG oder das Unterrichtsfach Science.

Bei „Schule interaktiv" steht der innovative pädagogische Nutzen neuer Medien im Vordergrund. Zu diesem Zweck erhielt die Bornheimer Europaschule eine gute technische Ausstattung, wie zum Beispiel eine modulare Lernplattform, eine Videokonferenzanlage, Laptops, Smartboards sowie Experimentiermaterial für die moderne naturwissenschaftliche Nutzung der Labore und eine weiter reichende Lehrerfortbildung. (mkl)

(Kölnische Rundschau 25.06.2010/S 33 von MARGRET KLOSE)