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Zaun und Kamera zur Sicherheit

14. 02. 2006

 

Bornheim. Schulhöfe gehören mit ihrem großen Freiraum, der Abgeschiedenheit und der einfachen Erreichbarkeit zu den beliebtesten Treffpunkten der Jugendlichen in Bornheim. Das bekommt die Schulleitung zu spüren. So hat etwa Klaus Breil von der Europaschule nichts gegen Leben auf dem Schulhof, “aber nur, wenn es vernünftig zugeht”.

   Drei rivalisierende Gruppen sorgten jedoch immer wieder für Konflikte auf dem Gelände der Schule: “Die Gruppen türkischer, afghanischer und russischer Abstammung prallen hier immer wieder aufeinander, besonders wenn Alkohol im Spiel ist”, so Breil. Es handele sich bei den Jungs um Kinder der dritten Generation von Aussiedlern, die kaum Perspektiven für ihre Zukunft sähen. Gerüchte über Schießereien entbehrten der Grundlage, so Breil: Es sei lange her, dass ein Unbekannter mit einem Luftgewehr Scheiben an der Turnhalle zerschossen habe.
   Schüler seiner Schule gehörten nicht zu den Gruppen, die sich abends auf dem Hof treffen. Breil versucht dennoch immer wieder, die Gäste bei Schulveranstaltungen zu integrieren. “Das klappt auch, solange die Gruppen voneinander getrennt sitzen können”. Doch wegen Problemen mit Vandalismus und Scherben auf dem Hof kämpfe er jetzt für eine Einzäunung und Videoüberwachung des Schulhofs.
   Auch die Walberberger Thomas-von-Quentel-Schule will Kameras installieren: Der Förderverein stehe schon mit dem Geld dafür bereit, informierte Schulleiterin Anna Czellnik-Villa, nur das Einverständnis der Stadtverwaltung stehe noch aus. Margret Preißner von der Roisdorfer Sebastianus-Schule schließlich freut sich über einen Rückgang der Probleme auf ihrem Hinterhof. Die Treffen der Jugendlichen hätten sich offenbar von der Schule weg verlagert. Bis 19 Uhr steht das Schulgelände als Spielplatz offen, danach schließt der Hausmeister das Tor und sorgt so für Ruhe auf dem Platz inmitten eines Wohngebietes. (bb)

(General-Anzeiger vom 14.02.2006)