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Ein weltweites Projekt zu Gast in Bornheim

19. 06. 2007

 

 

 

 

 

Der "Globe"- Schülerkongress tagt in der Europaschule

BORNHEIM. Unterschiedlicher hätten die Vorträge nicht sein können: Einem chemischen Experiment folgte ein Vortrag über die falsche Nutzung der Toilette als Abfalleimer - ein großer Lacherfolg beim Publikum. Beim "Globe"-Schülerkongress in der Aula der Europaschule Bornheim erfuhren die teilnehmenden Schülergruppen von acht Schulen aus Nordrhein-Westfalen nicht nur, wie sich "saurer Regen" nachweisen lässt. Sie ließen sich vor den Vorträgen der erwachsenen Experten auch von einer Gruppe Realschüler der Elly-Heuss-Knapp-Schule Köln vorführen, wie sich aus einem formschön in einer Papptafel montierten Klodeckel Früchte, Plastikverpackungen und sogar tote Tiere ziehen lassen - alles Müll, der dort nicht hinein gehört.
"Richtiges Entsorgungsverhalten ist natürlich eher ein Randthema für uns, gehört aber auch zum Thema Umweltschutz", sagte "Globe"-Koordinator Helmut Horstmeier. Dieses stehe bei dem "Globe"-Projekt nämlich im Mittelpunkt: weltweit arbeiten dafür 20 000 Schulen in 100 Ländern an den unterschiedlichsten Projekten rund um den Klimawandel, Anzeichen in der Tier- und Pflanzenwelt für Veränderungen oder Spuren und Folgen der Umweltverschmutzung. "Das geht in Arbeitsgemeinschaften, in naturwissenschaftlichen Leistungskursen über viele Jahre hinweg, wenn etwa das immer frühzeitigere Sprießen von Baumknospen registriert wird."
Dafür müssen sich die Lehrer, die das Projekt jeweils an ihrer Schule betreuen, vorher in der wissenschaftlichen Erhebung von Umweltdaten ausbilden lassen. So sind die Daten, die sich die teilnehmenden Schulen über das Internet gegenseitig zugänglich machen, verlässlich. "Globe" wird in Nordrhein-Westfalen unter anderem vom Landesministerium für Schule und Weiterbildung gefördert. Ziel ist es, bei Jugendlichen das Interesse für Umweltthemen und wissenschaftliches Arbeiten zu wecken. "In Bornheim ist die Globe-Gruppe leider erst im Wiederaufbau begriffen", so Horstmeier. Er dankte der Europaschule aber für die Gastfreundschaft und lud zur aktiven Teilnahme im kommenden Jahr ein, wenn der Schülerkongress in einer anderen Schule abgehalten wird.


(Bonner Generalanzeiger vom 15. Juni 2007 von Bernhard Berger)