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NRW: Bis 2010 mehr Europaschulen

09. 05. 2007

 Schulen fit für Europa

DÜSSELDORF. Nordrhein-Westfalen will bis 2010 in jeder größeren Stadt eine Europaschule „gründen“. In den Europaschulen sollen mehr Fremdsprachen sowie Austauschprogramme für Schüler angeboten werden. Das hat das NRW-Landeskabinett gestern beschlossen. Ab Schuljahr 2007 / 2008 können sich Schulen bei den Regierungspräsidien um den offiziellen Titel „Europaschule“ bewerben. Diese Schulen müssen folgende Bedingungen erfüllen:

  • eine zusätzliche Fremdsprache neben der in der Ausbildungsordnung geforderten Anzahl
  • zweisprachige Unterrichtsangebote
  • Austauschprogramme
  • Teilnahme an europäischen Projekten
  • Praktika im europäischen Ausland
  • Auseinandersetzung mit europäischen Themen im Unterricht.

Die Kriterien sollen sicherstellen, dass der Titel „Europaschule“ mit vergleichbaren Inhalten verknüpft ist. „Künftig können Schüler offizieller Europaschulen durch entsprechende Abschlüsse europa-orientierte Kenntnisse erwerben und nachweisen“, sagte NRW-Europaminister Michael Breuer (CDU).

Derzeit gibt es in NRW 19 Europaschulen, unter anderem in Bornheim (Rhein-Sieg-Kreis), die ebenfalls das landeseinheitliche Zertifikat erwerben sollen. Laut Kabinettsvorlage sollen die „Europaschulen“ einen wichtigen Beitrag leisten „zur Stärkung des europäischen Gedankens in der Schulbildung“. Dabei können „Europaschulen“ auch Angebote zum Erwerb internationaler Sprachzertifikate machen. Nach Breuers Meinung eröffnen Abschlüsse von Europaschulen Schülern neue Chancen für den Berufsweg.
Die Kosten für das Zertifizierungsverfahren trägt die Landesregierung, ein Teil der Sachausgaben soll künftig durch Sponsoren finanziert werden. (wgo)

(Bonner Rundschau vom 08.05.07)

 

Europaschulen für alle größeren Städte geplant

Mehr Fremdsprachen und Auslandspraktika sollen Wettbewerb der Schüler bessern.

Düsseldorf. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) will bis 2010 in jeder größeren Stadt Nordrhein-Westfalens eine Europaschule einrichten. Das Landeskabinett fasste am Dienstag einen Grundsatzbeschluss, wonach einheitliche Kriterien für diese Schulen festgelegt werden. Die Regierung geht von einer großen Nachfrage für das neue Zertifikat aus. NRW folgt mit dieser Initiative dem Vorbild anderer Bundesländer wie Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Hessen und Berlin, die bereits Konzepte für Europaschulen erarbeitet haben.
Europaminister Michael Breuer sieht für Schülerinnen und Schüler einen Wettbewerbsvorteil, da an diesen Schulen europaorientierte Kenntnisse vermittelt werden. Die bereits 19 in NRW bestehenden Europaschulen profitieren künftig ebenfalls von dem geplanten Zertifizierungsverfahren.
   Die europäisch ausgerichteten Schulen stellen ein erweitertes Fremdsprachenangebot bereit. Verpflichtend sind überdies zweisprachige Unterrichtsangebote. In den Schulen sollen ebenfalls Austauschprogramme, Partnerschaften mit anderen Europaschulen sowie Praktika im Ausland offeriert werden. Lehrer werden in diesen Schulen speziell in europarelevanten Bereichen fortgebildet. Schüler können internationale Sprachzertifikate erwerben. Die Schulen können sich ab dem Schuljahr 2007/2008 um eine Zertifizierung bewerben.


(Kölner Stadtanzeiger vom 09.05.2007 von Heinz Tutt)