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Die Kunst befreit den Kopf

05. 02. 2003

 

Neujahrsempfang der Europaschule Bornheim
Diskussion über die Bedeutung des Kunstunterrichts

BORNHEIM. Nimmt Kunstunterricht Schülern Zeit und Schulen Geld für Wichtigeres? Mathe zum Beispiel. Oder Deutsch. Die Frage ist eine Reaktion auf die PISA-Studie. Schüler, Lehrer und Eltern haben sie an der Europaschule heftig diskutiert.
   Die Ergebnisse fassten die Kunst- erzieher Marianne Kuchta-Schulze und Falko Semrau in einer Filmcollage zusammen, die am Montag anlässlich des Neujahrsempfangs in der “Oase” der Schule zu sehen war. Bei Fünftklässlern herrscht ebenso wie bei Abiturienten die Meinung vor: Kunst braucht man. Kunst ist gut. Sie lockert nicht nur den Schulalltag auf, sondern befreit auch den Kopf und gibt Kraft für anstrengende Algebra.
   Oder, wie es ein etwa zehnjähriger blonder Analytiker glasklar erkennt: “All die Farben, das regt die Fantasie an. Wenn man an lernt, ein schönes Bild zu malen, macht das Freude. Davon hat man auch später noch etwas: sogar mit 40 kann man sich mit einem Bild eine Freude machen.” Zwei Aufträge habe die Schule, so Direktor Klaus Breil. Einerseits soll Wissen vermittelt werden, “aber auch Herz und Hände der jungen Menschen wollen wir erziehen”.


   Um einmal zu sehen, wie der Beruf Künstler aussieht, durfte eine Gruppe von Schülern dem Bottroper Künstler Manfred Lux über die Schulter schauen. Da ging es bei Weitem nicht nur um Schöngeisterei: Über anorganische und organische Farbpigmente wussten die Schüler zu berichten, über Purpurrot, das aus Purpurschnecken gewonnen wird, oder wie man künstlich Farben herstellt. Eine Ausstellung von Lux´ Bildern ist noch bis zum 15. Februar in der Oase zu sehen. Gefärbtes heisses Wachs hat der Künstler hier verarbeitet. Die Bilder sind abstrakt. Einige haben fast geometrische Formen, andere wirken wie ineinander verschlungene Äste; mal sind es Pastelltöne, mal kräftige Farben.

(General-Anzeiger vom 05.02.2003 von Johanna Tüntsch)

 

Manfred Lux

Bilder mit Wachs

 

Bilder der Ausstellung: Zum Vergrößern bitte auswählen:

 

 

 

 

Manfred Lux

1948

in Bottrop geboren, wo er lebt und arbeitet

1971-75

Studium der Malerlei und Grafik an der
GH Universität Essen (Folkwangschule)

1976

Kunsterzieher am Heinrich-Heine-Gymnasium

seit 1977

angestellt bei der Sparkasse Bottrop als
Grafiker und Ausstellungsgestalter

1982

Gründungsmitglied des Künstlerbundes Bottrop

1987

Gründungsmitglied des Kulturrates Bottrop

1991-93

Ausbildung zum Lebens- und Eheberater

Einzelausstellungen u.a. in Berlin, München, Hannover, Paris, Essen, Katowice, Köln. Zudem zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland.

 

1997

Kulturzentrum August Everding

1999

Auszeichnung mit einer Einzelpräsentation im Quadrat Bottrop, Studiogalerie

Farbe, Stoff und Wachs (Enkaustik) stehen in den letzten Jahren im Mittelpunkt seiner Arbeiten, die von der sensiblen Anwendung der Materialien und Farbe leben und meist meditativen Charakter haben.